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	<title>Anikas Abenteuer mit ihrem lustigen Rucksack Frieder</title>
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	<description>Meine Wanderung auf dem ökumenischen Pilgerweg von Görlitz nach Vacha</description>
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		<title>Anikas Abenteuer mit ihrem lustigen Rucksack Frieder</title>
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		<title>&#8222;Dobrý den&#8220; heißt Guten Tag</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 12:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Heute in einer Woche fährt uns der Zug in ein neues Abenteuer. In ein Abenteuer, wie wir ein größeres noch nie erlebt haben. In Spanien? Nein. In Frankreich? Auch nicht. Dieses Jahr geht es in den Osten- in die Slowakei. Europäischer Fernwanderweg E 8 Vom Duklapass über die Niedere Tatra, durch die Kleinen Karparten bis [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=545&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute in einer Woche fährt uns der Zug in ein neues Abenteuer. In ein Abenteuer, wie wir ein größeres noch nie erlebt haben. In Spanien? Nein. In Frankreich? Auch nicht. Dieses Jahr geht es in den Osten- in die Slowakei.</p>
<p><span id="more-545"></span></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/07/e8slowakei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-546" title="Europäischer Fernwanderweg E 8" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/07/e8slowakei.jpg?w=500&#038;h=259" alt="" width="500" height="259" /></a><em>Europäischer Fernwanderweg E 8</em></p>
<p style="text-align:left;">Vom Duklapass über die Niedere Tatra, durch die Kleinen Karparten bis nach Bratislava- das ist unser Weg für August und September. 739 Kilometer durch Berg und Tal, Regen und Sonnenschein wird die kleine Pilgerfamilie 2010 zurücklegen.</p>
<p style="text-align:left;">Die kleine Pilgerfamilie- das sind Anika und ihr Freund Niklas mit ihren beiden Rucksäcken, dem lustigen Frieder und dem Blinden Jack, der keine Augen hat und deswegen nichts sehen kann.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/07/cimg0389.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-547" title="CIMG0389" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/07/cimg0389.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Pilgerrast auf dem Weg nach Merseburg</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>*</em></p>
<p style="text-align:left;">Alles begann mit der wunderbaren Tatsache, im Sommer 2010 komplett zwei Monate Semesterferien zu haben. Die wollte ich natürlich ausnutzen- und das als Pilgerin. Es dauerte nicht lange, bis mir Santiago in den Sinn kam. Bei zwei Monaten Zeit könnte ich sogar in Le Puy-en-Velay beginnen und ein bereits bekanntes Wegstück gehen. Doch schon nach wenigen Recherchen stieß ich auf den Fakt, dass 2010 ein Heiliges Jahr sein würde, das noch mehr Pilger als sonst nach Spanien zieht. Wollte ich mir den Kampf um einen Schlafplatz in den Herbergen und diese Massen wirklich antun? Nein.</p>
<p style="text-align:left;">Mit dem Entschluss, irgendwann in den folgenden Jahren nach Santiago de Compostela zu pilgern, drehte ich Spanien den Rücken zu und blickte in den Osten, dorthin, wo die Sonne aufgeht. Im September hatte ich begonnen, slowakisch zu lernen. Gab es nicht vielleicht einen Fernwanderweg, der einige Hundert Kilometer durch die Slowakei führt? Noch einmal recherchierte ich und lernte somit den E 8 kennen. Bereits im Dezember stand mein Plan fest: Ich pilgere von der polnischen Grenze durch die Slowakei bis nach Bratislava.</p>
<p>Mit diesem Entschluss trat in mein Leben eine Wende.</p>
<p>Ich lernte Niklas kennen, einen Studenten, der mit mir den Slowakischkurs besuchte. Er zeigte nicht nur bloßes Interesse an meinem Vorhaben- während ich noch für die Prüfungen lernte, beschaffte er mir Informationen, fand eine Internetseite, die ähnlich wie Google-Maps slowakische Wanderwege und damit auch den E 8 erfasst und meinte schließlich in der letzten Unterrichtsstunde, dass er Lust hätte, auch mitzukommen.</p>
<p>Bald spürten wir beide, dass wir nicht nur gemeinsam pilgernd durch das Leben gehen wollten und wurden ein Paar.</p>
<p>Im März fuhr ich mit zwei Freundinnen nach Bratislava, die verhältnismäßig kleine, aber sehr gemütliche Hauptstadt der Slowakei. Zwei Monate später pilgerte ich mit Niklas vier Tage von Leipzig nach Naumburg. Nun geht es in einer Woche zurück in den Osten.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/07/bratislava-hanka-173.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-549" title="Sehenswürdigkeit in Bratislava: Der &quot;Glotzer&quot;" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/07/bratislava-hanka-173.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Sehenswürdigkeit in Bratislava:</em></p>
<p><em>Der &#8222;Glotzer&#8220;</em></p>
<p><em>*<br />
</em></p>
<p>Am 30. Juli beginnt unsere Zugreise. Unsere erste Etappe pilgern wir am Sonntag, dem 1. August. An diesem Tag liegt meine erste Pilgerreise, die mein Leben um so viele schöne Augenblicke bereichert und mit der alles begonnen hat, genau drei Jahre zurück. Zwar wird uns keine Muschel den Weg weisen, und richtige Pilgerherbergen wird es auch nicht geben, vielmehr einfache Wanderhütten und Zeltplätze, vielleicht auch einmal ein altes Ehepaar, das Erbarmen mit uns hat, wenn wir keinen Schlafplatz finden. Denn draußen schlafen kann gefährlich werden, wenn man nicht anstrebt, als Bärenfutter zu enden.</p>
<p>Aber die Richtung Santiago und das Wesen des Pilgerns, stets unterwegs zu sein und Vertrauen zu haben, stimmen. So legen wir auch großen Wert darauf, nicht nur von den Slowaken <em>Pilger </em>und nicht Wanderer genannt zu werden.</p>
<p>Wenn wir im Herbst zurück nach Deutschland kommen, möchte ich meine Erinnerungen wieder in einem Buch niederschreiben. Es soll ein Familienerbstück werden, aus dem ich vielleicht einige Ausschnitte auf dieser Seite veröffentlichen werde.</p>
<p>Bis dahin wünsche ich allen Lesern einen schönen Sommer und ein herzliches Ultreya bei all euren Zielen!</p>
<p>Anika und Frieder, der lustige Rucksack, mit Niklas und dem Blinden Jack</p>
<p style="text-align:left;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/545/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=545&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>„Europa Compostela 2010“ &#8211; Ich war dabei!</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Sieben Pilgerstäbe, aus Norwegen, Polen und Slowenien, geschmückt mit Muscheln und bunten Bändern, getragen durch Europa bis nach Spanien, bis nach Santiago de Compostela, von zahlreichen verschiedenen Pilgern, über Grenzen hinweg, durch Regen, Sturm und Sonnenschein. Das ist die Pilgeraktion „Europa Compostela“ zum Heiligen Jahr 2010. Und ich war dabei. „Wer kann eine oder mehrere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=526&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Sieben Pilgerstäbe, aus Norwegen, Polen und Slowenien, geschmückt mit Muscheln und bunten Bändern, getragen durch Europa bis nach Spanien, bis nach Santiago de Compostela, von zahlreichen verschiedenen Pilgern, über Grenzen hinweg, durch Regen, Sturm und Sonnenschein. Das ist die Pilgeraktion „Europa Compostela“ zum Heiligen Jahr 2010. Und ich war dabei.</p>
<p><span id="more-526"></span></p>
<p>„Wer kann eine oder mehrere Etappen den Pilgerstab nach Vacha tragen?“, fragt Esther Zeiher beim Herbergselterntreffen im März in die Runde.</p>
<p>&#8216;Am liebsten komplett von Görlitz bis nach Vacha. Und am besten noch darüber hinaus nach Santiago&#8217;, denke ich. Doch ab April beginnt das neue Semester, wird mich das Studium wieder in Beschlag nehmen. Maximal ein Wochenende lang kann ich den Pilgerstab behüten.</p>
<p>„Esther, schreibst du mich für den 7. bis 9. Mai ein?“</p>
<p>Zwei Monate später sitze ich im Zug nach Bautzen. Ich schreibe Tagebuch, von meinen Sorgen und Dingen, die mich bedrücken. Der Studiumsalltag kostet Kraft und langsam muss ich mir auch Gedanken (wohl eher: Sorgen) machen, wie es nach meinem Abschluss beruflich weitergehen wird. Ich bin froh, für ein Wochenende Pilgerin sein und eine Auszeit von allem nehmen zu dürfen.</p>
<p>Mehrmals über den Tag und während der Fahrt klingelt mein Handy. Die Pilger erwarten mich, beschreiben mir den Weg zur Herberge. Als ich sie endlich erreiche, werde ich sogleich herzlich begrüßt und in die Gemeinschaft aufgenommen. Eine große Gemeinschaft, zu der eine Pilgerin aus Polen gehören, der Franzose Antoine, die Erfurterin Renate, Studentin Sonja, Bautznerin und Herbergsmutter Julia, Gröditzer und Herbergsvater Dietmar. Julia und Dietmar kenne ich bereits vom Herbergselterntreffen. Wir freuen uns besonders über das Treffen, bei der Begrüßung umarmen wir uns wie in einer Familie.</p>
<p>Wie in einer Familie.</p>
<p>Abschluss des Tages für die Pilger, die bereits unterwegs waren und Auftakt für Julia und mich, die wir heute dazustoßen, ist ein Gasthausbesuch am Abend. Wir trinken, essen, unterhalten uns, lachen, schauen uns die Stempel in den Pilgerausweisen an, lassen uns Geschichten erzählen, die bisher mit dem Pilgerstab erlebt wurden.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0231.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-527" title="In geselliger Runde" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0231.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p style="text-align:right;"><em>In geselliger Runde</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Am nächsten Morgen sitzen wir alle in der Herberge am Tisch und frühstücken. Mit Gebet und Reisesegen nimmt Dietmar von uns Abschied. Gerührt berichtet er von der Staffelstabübergabe an der polnischen Grenze in Görlitz. Im „Goldenen Buch“, eine Blattsammlung mit Tagebuchaufzeichnungen, Gebeten, Schriften von Menschen am Wegrand und Fotos, klebt bereits ein Zeitungsartikel, der diesen Moment festhält. Schade, dass ich nicht dabei war.</p>
<p>Zu unserer Gruppe gesellt sich ein weiterer, wenn auch Pilger für das Wochenende. Sonjas Vater schließt sich für zwei Tage unserer Reise an. Mit Brot und süßem Gebäck starten wir unsere Etappe nach Sankt Marienstern. Noch ist es frisch, aber die Sonne und blauer Himmel stehen auf unserer Seite. Wir laufen gemeinsam, laufen allein, jeder unterhält sich einmal mit jedem.</p>
<p>Prächtig ist die Frühlingsnatur, die wir durchwandern. Tulpen, Flieder, Primeln- überall blüht es, überall grünt es. Auch mein lustiger Rucksack Frieder freut sich, wieder an der frischen Luft zu sein.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0244.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-528" title="Frieder riecht am Flieder" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0244.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*</em></p>
<p><em>Frieder riecht am Flieder</em></p>
<p><em> *</em></p>
<p>Bereits nach den wenigen ersten Kilometern treffen wir auf weitere Pilger. Die Saison 2010 hat begonnen, mehr und mehr Menschen begeben sich auf den Pilgerweg. Beinahe 12 oder gar mehr Pilger ziehen an diesem Samstag am Milleniumsdenkmal hinter Bautzen vorbei.</p>
<p>Pilger Antoine bewirtet uns mit süßen Pfannkuchen. Wir tanken neue Kraft und pilgern nach einem Foto mit Selbstauslöser weiter.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0249.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-529" title="Am Milleniumsdenkmal" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0249.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Am Milleniumsdenkmal</em></p>
<p>Ich bin stolz, Teil der Europa Compostela zu sein und den Pilgerstab zu tragen. Ein wunderschönes Exemplar, eine Seele, eine Verbindung zwischen verschiedenen Völkern, über Grenzen hinweg. Pilger, die den Stab bereits getragen haben, allein 700 Kilometer durch unser Nachbarland Polen, haben ihn mit Bändern und Muscheln geschmückt. Im gleichmäßigen Takt schlägt er auf den Boden, dazu läutet eine Muschel aus Metall eine pilgerische Melodie.</p>
<p>Dass es so schön sein kann, einen Pilgerstab bei sich zu haben! Noch nie hatte ich beim Pilgern einen Stock dabei. Ich empfand ihn nicht als nötig, eher als hinderlich. Als besonders in Frankreich mehrere Pilger auf mich einredeten, dass ich <em>unbedingt</em> einen Pilgerstab brauche und gar nicht mehr damit aufhören wollten, wurde ich trotzig wie ein kleines Kind. „Jetzt pilgere ich erst recht ohne Stecken!“</p>
<p>Nun kann ich mir das Laufen ohne den Staffelstab gar nicht mehr vorstellen.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0246.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-530" title="Kein bloßer Stock- sondern eine Seele" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0246.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*<br />
</em></p>
<p><em>Kein bloßer Stock- sondern eine Seele</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p>Während der Mittagspause telefonieren wir mit Esther. Ich freue mich, ihre Stimme zu hören, sie ist mir so sehr ans Herz gewachsen. Der von ihr wieder ins Leben gerufene Pilgerweg hat mein Leben verändert. Als Wegbetreuerin Teil des Vereines zu sein, ist weniger Aufgabe für mich, sondern viel mehr ein Geschenk. Seitdem erlebe ich den Weg ganz anders, nicht mehr nur als Pilgerin, sondern als Mitwirkende, als Teil der Vereins- und Herbergsfamilie. Alles bildet ein Netz, bildet eine Gesamtheit.</p>
<p>So nehme ich auch ganz selbstverständlich mit Julia eine Variante über Crostwitz zu Herbergsmutter und Pilgerin Monika. Sie habe ich ebenfalls beim Herbergselterntreffen kennengelernt und liebgewonnen. Monika ist heute selbst noch als Pilgerin unterwegs. Wenn sie am Abend nach Hause kommt, werden sie in der Herbergsküche Blumen und Wein erwarten, ein Geschenk von Julia.</p>
<p>Monikas Herberge ist nicht nur eine Herberge. Sie ist ein Zuhause. Schon die Begegnung mit der sorbischen Kultur erfüllt mein Herz, seit ich mich für die slawischen Länder interessiere. Aber das nicht allein. Wie ein geliebter Mensch seine Arme für jemanden offen hält, so hält auch die Herberge ihre Arme für mich offen, schließt sie um meinen Körper, wärmt mich, erfüllt mich mit Liebe und Geborgenheit.</p>
<p>Es geht nicht anders, ich muss noch einmal in Görlitz loslaufen, um Monika in ihrer Herberge zu besuchen. Denn heute müssen wir  noch weiter zum Kloster in Panschwitz-Kuckau.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0258.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-531" title="Putniska Hospoda" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0258.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><em>*</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Putniska Hospoda</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>*</em></p>
<p>Der, wenn auch schöne Weg streckt sich. Julia und ich sind langes Wandern nicht mehr gewöhnt, doch das Wesen des Pilgerns hält uns trotzdem bei Laune. Auch das Wetter ist noch immer herrlich. Geschafft, aber zufrieden erreichen wir am Nachmittag die Herberge. Antoine, Sonja und ihr Vater sind bereits da. Sofort beginnen die Pilgergespräche. Ich merke allerdings, dass mir nach ein wenig Ruhe zumute ist; Zeit, in der ich für mich allein bin und ein Weilchen dösen kann. In warmem Sonnenschein suche ich mir auf einer Wiese im Klosterpark einen Platz für ein Nickerchen im Schlafsack.</p>
<p>Zwei Stunden später kehre ich erholt zur Herberge zurück, dusche und schreibe in das „Goldene Buch“. Auf dem Hof schließe ich mich Jugendlichen beim Frisbeespielen an. Es ist einfach herrlich, sich zu bewegen und unter unbeschwerten Schülern zu sein. Als die runde Wurfscheibe zum zweiten Mal über die Mauer in den Klostergraben fliegt, verabschiede ich mich und helfe beim Abendbrot. Sonja bewirtet uns mit Tee, kocht Suppe und richtet einen Nudelsalat an. Langsam finden wir zum Abendbrot zusammen, da hält ein Auto vor der Tür.</p>
<p>Wer ist es, der aussteigt? Herbergsmutter und Pilgerin Monika aus Crostwitz! Die Wiedersehensfreude ist groß. Gleich mit drei Pilgern im Schlepptau und frischen Tomaten vergrößert sich die Runde. Kaum kennen sich die meisten länger als eine Stunde, und doch teilen und genießen wir das Essen, unterhalten uns, lachen und singen Pilgerhymnen: „Das Pilgern ist der Menschen Freud“ (analog zu „Das Wandern ist des Müllers Lust“) und auch meine Hymne präsentiere ich den Mitgliedern unserer „Familie“.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0268.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-532" title="Pilgerfamilienabendbrot" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0268.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Pilgerfamilienabendbrot</em></p>
<p>Nur eine Pilgerin sitzt abseits. Unsere Aufforderung, sich mit zu uns an den Tisch zu setzen, wenigstens für einen Tee, wenn sie schon gegessen hat, lehnt sie ab. Still vergräbt sie sich mit einem Buch auf ihrer Liege. Sie fühlt sich unwohl, würde gern allein sein, unsere laute Gesellschaft empfindet sie als belastend. Schade, aber sicherlich wird es für ihr Verhalten Gründe geben.</p>
<p>Nach dem Essen werden wir zu Krankenschwestern und Beobachtern einer Operation. Eine von Monikas Pilgerinnen hat eine schlimme Blutblase am Fußballen. Der erfahrene und mit Erste-Hilfe-Material ausgestattete Antoine sagt, dass die Blase dringend aufgestochen werden muss. Ängstlich, aber vertrauend legt sich die Pilgerin auf die Liege. Julia hält ihre Hand. Die noch übrigen Pilger schauen zur Hälfte weg, die andere Hälfte platziert sich als Publikum. So auch ich.</p>
<p>Professionell wie ein Arzt versorgt Antoine die Wunde. Sticht die Blase auf, zieht einen Faden durch, damit das Blut abfließen kann, desinfiziert und klebt Pflaster über die Wunde. Ich übernehme den Part der Dolmetscherin und übersetze der Pilgerin, dass sie den Verband zwei Tage lang nicht abnehmen darf.</p>
<p>Der Tag neigt sich dem Ende. Monika und ihre Pilger fahren zurück nach Crostwitz, wir machen uns bettfertig. Ich amüsiere mich über Antoine, der in seinen knallroten Schlafsack eingemummelt wie ein Weihnachtsmann aussieht und stelle mir vor, wie schön es wäre, eines Tages mit eigenen Kindern pilgern zu gehen. Jedes Kind hätte seinen eigenen kleinen Rucksack, natürlich bekommen diese Rucksäcke auch Namen, und aus jedem Rucksack würde das Lieblingskuscheltier des Kindes hinaus in die Weltgeschichte schauen.</p>
<p>Schon bald nach Löschen des Lichtes beginnt ein lautes Schnarchkonzert. Aber heute stört es mich nicht. Vielmehr rundet es einen vollkommenen Pilgertag bestens ab.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Reichhaltig wie beim Abendbrot ist am nächsten Morgen auch der Frühstückstisch gedeckt. Höhepunkt ist ein gekochtes Ei für jeden Pilger. Während wir aufräumen, stößt Pilger Bernd zu uns. Aus Interesse am Staffelpilgern möchte er den Sonntag zum Wandertag machen und mit uns die Etappe nach Königsbrück pilgern. Wir verstehen uns gut und stellen freudig fest, dass wir aus der gleichen Heimat stammen. Bernd lebt in Dippoldiswalde, südlich von Dresden, wo ich auf das Gymnasium gegangen bin.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0294.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-533" title="Auf den Spuren der Jakobsmuschel" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0294.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Auf den Spuren der Jakobsmuschel</em></p>
<p style="text-align:right;"><em> *</em></p>
<p>Auf dem ersten Wegstück gehe ich voraus, um das Staffelpilgern fotografisch und mit einem Video zu dokumentieren. Das Wetter zeigt sich erneut von seiner schönen Seite, ich unterhalte mich viel und tiefgründig mit Bernd, in Nebelschütz halten wir vor der Kirche zu einer kurzen Verschnaufpause. Soeben verlassen die Einwohner nach dem Gottesdienst die Kirche, ziehen aber geschlossen mit Gesang in Richtung Friedhof weiter, um dort für die Toten zu beten.</p>
<p>Auf dem Weg nach Kamenz schreibe ich mit Sylvia, der Verantwortlichen für die Herberge auf dem Hutberg, SMS. An der Kamenzer Kirche möchte sie uns empfangen und etwas in das „Goldene Buch“ eintragen.</p>
<p>Am Ortseingang der Stadt beobachten uns neugierige Kinder.</p>
<p>„Was macht ihr denn hier?“, fragt ein aufgewecktes Mädchen Antoine.</p>
<p>„Wir wandern. Jeden Tag“, antworte ich für den Franzosen.</p>
<p>„Und warum wandert ihr?“, löchert uns die Kleine weiter.</p>
<p>Ich überlege kurz, eine passende, kindgerechte Antwort zu finden. Dann sage ich mit einem Zwinkern: „Weil wir ein ganz kleines bisschen verrückt sind.“</p>
<p>Das Mädchen lacht. Ein schöneres Lachen kann es an diesem Sonntag für mich nicht  geben.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg03071.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-535" title="Gleich geschafft!" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg03071.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*</em></p>
<p><em>Gleich geschafft!</em></p>
<p><em> *</em></p>
<p>Noch ein paar Treppenstufen, dann erreichen wir den abgesprochenen Treffpunkt. Sylvia und ihre Tochter, die fotografieren wird, begrüßen uns sehr herzlich und sind überrascht, dass wir so viele Pilger sind. Wir suchen uns einen Platz an der Kirche mit Bänken und schöner Aussicht und nach drei Jahren Pilgerei erfahre ich von Antoine, wie man seinen Rucksack eigentlich am besten tragen sollte. Ich übersetze seine Anleitungen für Sonja und wende das Gelernte anschließend sogleich auf Frieder an. Nun trägt er sich tatsächlich viel leichter.</p>
<p>Neben dem Eintrag im Pilgerbuch werden wir auch mit einem Beutel Kamenz beschenkt. Er ist gefüllt mit Informationen über die Lessingstadt, Schokolade, Obst, Brötchen und einer typischen Kamenzer Wurst, was wir uns bei der Mittagsrast auf dem Hutberg teilen wollen.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0309.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-536" title="Eine Tüte Kamenz zum Mitnehmen" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0309.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Eine Tüte Kamenz zum Mitnehmen</em></p>
<p>Im Zentrum verabschieden wir uns von Sonjas Vater. Anschließend erklimmen wir den Hutberg auf einem zwar steilen, aber hübschen Weg zwischen Rhododendronbüschen und gönnen uns oben im Sonnenschein die wohlverdiente Mittagsrast. Der Nachtisch ist ganz besonders nach meinem Geschmack: ein leckeres Bonbon im Muschelformat.</p>
<p>Der Weg Richtung Schwosdorf verläuft zunächst wieder bergabwärts, danach kurz am Straßenrand, bis er in Feld- und Wanderwege übergeht. Mittlerweile ist es auch richtig warm geworden. Schwosdorf erneut durch einen traumhaften Wald verlassend, schließe ich mich mit Sonja zusammen. Sind wir zuvor nicht wirklich miteinander ins Gespräch gekommen, unterhalten wir uns nun über das Pilgern, Beweggründe und Erfahrungen dazu, und über andere Dinge, die uns wichtig sind und miteinander verbinden. Es tut gut, sich mit einer Gleichaltrigen auszutauschen, und es ist besonders schön für mich, dass unsere Gespräche auf einer sehr vertrauensvollen Ebene stattfinden.</p>
<p>Fünf Kilometer bleiben uns von Reichenau bis Königsbrück. Weil wir bereits müde sind, legen wir in der dortigen, ebenfalls sehr schönen und liebevoll eingerichteten Herberge, noch einmal eine Pause ein. Wir trinken Kaffee, essen Schokolade; Bernd und ich kühlen uns in der Pulsnitz die Füße und werden vor dem Aufbruch mit Äpfeln beschenkt. Auf unserem weiteren Weg folgen wir einer Variante an der Pulsnitz und genießen noch einmal prächtige Natur.</p>
<p>Eine Stunde vergeht, dann erreichen wir das Ortseingangsschild von Königsbrück.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0332.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-537" title="Willkommen" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0332.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*</em></p>
<p><em>Willkommen</em></p>
<p><em> *</em></p>
<p>Ein ungeheurer Appetit auf Eis regt sich in mir. Hoffentlich gibt es im Zentrum irgendwo ein nettes Café für uns müde Pilger.</p>
<p>In der Tat landen wir in einer Pizzeria, setzen uns in ihren Außenbereich und treffen bekannte Pilgergesichter. Jeder bestellt sich etwas zu essen oder zu trinken. Mein Eis muss warten, da ich noch in das „Goldene Buch“ schreiben muss, bevor mein Zug fährt.</p>
<p>Immer wieder versucht Julia, mich zum Weiterlaufen zu überreden. Gern würde ich, so liebend gern. Es macht mich selbst traurig, heute wieder nach Hause fahren zu müssen. Mittendrin im Pilgern und dann gleich wieder heraus. Umso dankbarer bin ich, in Königsbrück noch einmal meine Gefühle in Worte fassen und für alles danken zu dürfen. Das Schreiben tut mir so gut, dass ich nachher gar kein Eis mehr brauche.</p>
<p>Dann naht der Abschied. Wir umarmen uns, wünschen uns gegenseitig alles Gute. Zum Glück habe ich auf der Zugfahrt bis Dresden noch Pilger Bernd als Reisepartner. Kaum fährt der Zug ab, beginnt es zu regnen. Der Himmel weint die Tränen, die ich noch unterdrücke.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0259.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-538" title="Weg ohne mich" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0259.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>*</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Weg ohne mich</em></p>
<p style="text-align:right;"><em> *</em></p>
<p>Die folgenden drei Tage quäle ich mich durch den Unialltag. Danach pilgere ich über das Himmelfahrtswochenende zum ersten Mal mit meinem Freund von Kleinliebenau bis nach Naumburg. Wir sind nun wenige Tage <em>vor</em> Sonja, Antoine und ihren wechselnden Pilgerkamaraden. Am Wegrand und in den Gästebüchern der Herbergen hinterlasse ich mehrmals kleine Grüße für sie und hoffe, ihnen damit eine Freude machen zu können.</p>
<p>Bis heute, Wochen nach dem Staffelpilgern, bin ich neben der schönen Erinnerung traurig, selbst nicht mehr dabei zu sein. Auf Bildern sehe ich alte und neue Behüter des Pilgerstabes. Sogar meine Pilgerfreunde Konrad und Monika aus Erfurt entdecke ich auf einem Foto der Homepage. In einem Zeitungsartikel lese ich, dass Antoine und Sonja noch immer gemeinsam wandern, und immer wieder denke ich mich zu ihnen, wo sie nun sind, wie es ihnen geht.</p>
<p>Nur langsam und mit der Zeit werde ich wohl von dem Projekt „Europa Compostela 2010“ loslassen können. Dabei ist es in diesem Jahr noch lange nicht vorbei mit der Pilgerei. Mein größtes Abenteuer folgt noch, nur noch knapp zwei Monate, dann geht es&#8230;</p>
<p>&#8230; das verrate ich Euch im Juli!</p>
<p>Denn das Pilgern lässt mich nicht los. Es lässt mich einfach nicht mehr los.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0382.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-539" title="Gruß an die Staffelpilger" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0382.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Gruß an die Staffelpilger</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/526/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=526&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">In geselliger Runde</media:title>
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			<media:title type="html">Frieder riecht am Flieder</media:title>
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			<media:title type="html">Am Milleniumsdenkmal</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0246.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Kein bloßer Stock- sondern eine Seele</media:title>
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			<media:title type="html">Putniska Hospoda</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0268.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Pilgerfamilienabendbrot</media:title>
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			<media:title type="html">Auf den Spuren der Jakobsmuschel</media:title>
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			<media:title type="html">Gleich geschafft!</media:title>
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			<media:title type="html">Eine Tüte Kamenz zum Mitnehmen</media:title>
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			<media:title type="html">Willkommen</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/06/cimg0259.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Weg ohne mich</media:title>
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			<media:title type="html">Gruß an die Staffelpilger</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>April, April! Zwei Osterhasen auf dem Pilgerweg</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/29/april-april-zwei-osterhasen-auf-dem-pilgerweg/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 08:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Erschöpft, aber glücklich lande ich nach einer langen Zugreise am Mittwochabend in Leipzig. Fünf Tage habe ich mit zwei Freundinnen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava einen Kurzurlaub verbracht. Nun wird es gleich auf die nächste Reise gehen. Nachdem mein erster Pilgerversuch im März an kalten Schneemassen scheiterte, freue ich mich, über die Ostertage zum zweiten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=511&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Erschöpft, aber glücklich lande ich nach einer langen Zugreise am Mittwochabend in Leipzig. Fünf Tage habe ich mit zwei Freundinnen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava einen Kurzurlaub verbracht. Nun wird es gleich auf die nächste Reise gehen. Nachdem mein erster Pilgerversuch im März an kalten Schneemassen scheiterte, freue ich mich, über die Ostertage zum zweiten Mal in diesem Jahr die Wanderschuhe zu schnüren.</p>
<p><span id="more-511"></span></p>
<p>Dieses Mal bin ich auch nicht allein. Karen, meine Mitpilgerin aus Frankreich, hatte eines Tages im März die Idee geäußert, von Karfreitag bis Ostermontag von Naumburg nach Erfurt zu pilgern. Es brauchte nicht lange, bis ich mich entschied, sie zu begleiten.</p>
<p>Die Zugfahrt am frühen Morgen beginnt für mich mit Kopfschmerz- und Fiebertabletten. In der Nacht habe ich kaum geschlafen, aber deswegen nicht pilgern gehen? Für eine Anika kommt das gar nicht in Frage. Das Wandern in der Natur wird das bisschen Krankheit schon vertreiben. (Anmerkung: Nach der Osterpilgerreise bin ich für drei Wochen richtig  krank geworden, aber was soll&#8217;s!)</p>
<p>So beginnen wir in Naumburg bei etwas kühlem, sonst aber sonnigem Wetter unsere Pilgerreise.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0085.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-512" title="Das erste Osterei: Weg durch den Frühling" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0085.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Das erste Osterei: Weg durch den Frühling</em></p>
<p>*</p>
<p>Wir tauschen die Neuigkeiten der letzten Wochen und Monate aus, da wir uns lange nicht mehr, und wenn doch, dann nur flüchtig gesehen haben.</p>
<p>Bei unserer ersten Pause begegnen wir einem Pilger aus Leipzig, der bis nach Santiago pilgern will. Das hat unser „Mister“, wie ihn Karen nennt, auch bitter nötig. Der Mann ist nur frustriert und übellaunig, schimpft über den Weg, die Herbergen, das Wetter, die Menschen, körperliche Strapatzen. Einige seiner Beweggründe zum Pilgern erfahren wir, andere können wir uns denken. Wir spekulieren, ob Mister bis nach Santiago durchhält. So, wie er die ganze Zeit klagt und meckert, ist es gut möglich, dass er bald alles schmeißen wird. Sollte er es jedoch schaffen, dann wird ihn der Weg verändern, dessen sind wir sicher.</p>
<p>Später laufen Karen und ich versetzt. Sie geht voraus, während ich eine Pause einlege und ein Kapitel aus „Pippi Langstrumpf“ auf slowakisch lese. Als ich meinen Rucksack zum Weiterlaufen packe, holt mich Mister ein. Wir gehen ein Stück gemeinsam und unterhalten uns. Sehr angenehm ist das Gespräch jedoch nicht, sodass ich ab Lißdorf die letzten Kilometer nach Eckartsberga wieder allein laufe.</p>
<p>Unter einem Baum im Vorgarten des Pfarrhauses hat es sich Karen bequem gemacht. Sie döst im warmen Licht der Sonne. Nachdem wir unser Nachtlager in der Herberge eingerichtet haben, suchen wir unsere ersten kleinen Ostereier (natürlich heimlich, denn es ist ja erst Karfreitag) und spazieren anschließend zur Eckartsburg.</p>
<p style="text-align:right;">*<a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0098.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-513" title="Das zweite Osterei: Anika im Pranger" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0098.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align:right;"><em>Das zweite Osterei: Anika im Pranger der Burgruine</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>*<br />
</em></p>
<p>Die Umgebung ist voll von Menschen. Sie trinken Kaffee, essen Eis, die Kinder vergnügen sich auf Spielplätzen, Trampolins und der Sommerrodelbahn. Es bedarf nur eines kurzen Blickes zwischen Karen und mir, uns diesen Spaß ebenfalls nicht entgehen zu lassen. Seit Jahren sind wir nicht mehr mit der Sommerrodelbahn gefahren, kann es nun einen besseren Moment als nach einer schönen Pilgerwanderung geben? Selbstverständlich nicht!</p>
<p>Unglücklicherweise habe ich bereits nach der Hälfte der Strecke alle lahmen Bummelenten in den Schlitten eingeholt. Trotzdem, den Spaß war es wert.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0102.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-514" title="Das dritte Osterei: Sommerrodelbahn" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0102.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Das dritte Osterei: Sommerrodelbahn auf dem Eckartsberg</em></p>
<p>Ausklingen lassen wir den ersten Tag mit einem Rundgang durch den Kräutergarten, Beklettern von Bäumen, Geprächen mit den Einwohnern und einem leckeren Abendbrot. Karen spielt noch ein bisschen Flöte, ich schreibe und telefoniere mit meinem Freund, der gerade in der Sächsischen Schweiz die Boofen unsicher macht.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Noch bevor die Sonne aufgeht, beginnt mein persönlicher Morgen. Leise stehe ich auf, schleiche aus dem Pfarrhaus und laufe noch einmal zur Eckartsburg. Ich will den Sonnenaufgang sehen. Schon nach wenigen Minuten des Wartens schiebt sich die leuchtend rot-violette Sonne über den Horizont. Gebannt genieße ich den Anblick und lasse mich von ihm verzaubern.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0130.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-515" title="Das vierte Osterei: Sonnenaufgang" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0130.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Das vierte Osterei: Sonnenaufgang am Morgen</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Mister bricht vor uns auf, ohne überhaupt gefrühstückt zu haben. Er möchte in die Buttelstedter Herberge, während Karen und ich die Kirche in Stedten zum Ziel haben. Da wir beide schon einmal in der Herberge waren und wissen, dass es dort eine Küche gibt, kaufen wir in Eckartsberga noch Gemüse für eine leckere Pilgersuppe ein, laufen die ersten Kilometer wieder gemeinsam, dann erneut versetzt.</p>
<p>Das Wetter ist um einiges besser als bei meiner winterlichen Märzpilgerreise. Noch immer weht jedoch ein kalter Wind, der mich nur kurz rasten lässt und zwingt, bei meinen empfindlichen Ohren zusätzlich zum Stirnband die Kapuze aufzusetzen.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg01471.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-517" title="Das fünfte Osterei: Schokolade" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg01471.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p style="text-align:left;"><em>Das fünfte Osterei: Schokolade auf dem Wegweiser</em></p>
<p style="text-align:left;">*</p>
<p>In Oberreißen halten Karen und ich an der Kirche zu einer großen Mittagsrast. Nach dem Essen kuscheln wir uns in unsere Schlafsäcke und dösen. Als die Sonne mehr und mehr hinter den Wolken verschwindet und es kühler wird, setzen wir unseren Weg fort. Wunderschöne Natur dürfen wir durchwandern, kommen uns durch tiefgründige Gespräche sehr nah, in Buttelstedt gönnen wir uns ein heißes Nachmittagsgetränk und pilgern den schwersten Wegabschnitt der Etappe nach Schwerstedt. Danach ist es nicht mehr weit bis zum Ziel.</p>
<p>Die nächste Überraschung folgt schon bald. Auch Mister ist in der Kirche, da die Herberge in Buttelstedt geschlossen ist. Seinen unerträglichen Frust muss ich an dieser Stelle nicht näher beschreiben. Lieber erzähle ich gleich weiter von der zweitleckersten Pilgersuppe der Welt (die leckerste kocht immer noch Waltraud in Neubelgern), die wir genussvoll in uns hineinlöffeln. Hier das Rezept: Eine Zwiebel anbraten, danach zwei Möhren, drei Kartoffeln und eine Fenchelknolle hinzu, mit Wasser und Gewürzen aufkochen und kurz vor dem Schluss Schafskäse dazugeben, der dem Ganzen noch einmal besonderen Geschmack verleiht. LECKER!!!</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Am dritten Tag pilgern wir bereits nach Erfurt. Mister lässt uns schon bald wieder allein und dieses Mal sind wir uns sicher, ihn seiner Wege ziehen zu lassen, da er über die Buchenwald-Variante bis Weimar pilgern will. Ein unangenehmer Mensch. Sicher, er hatte es nicht leicht in seiner Vergangenheit. Aber viel hat er auch selbst zerstört.</p>
<p>Es ist schön für mich, auf dem Gesamtverlauf noch immer neue Wegstücke zu entdecken. Vor drei Jahren pilgerte ich ebenfalls über Buchenwald, danach kam die größte Verlaufsaktion meines Lebens. Ich bin gespannt auf die Wasserburg in Ollendorf, die sich tatsächlich als „fensterlose Ruine“ herausstellt. Ich lerne aber auch junge Menschen kennen, die sich der Herausforderung angenommen haben, die Ruine wieder als Ferien-, Erholungs- und nicht zuletzt auch als Pilgerzentrum wieder aufzubauen. Ich erkenne die Arbeit, die in dem ganzen Projekt noch steckt und bewundere die Entschlossenheit und Ausdauer der Projektleiter.</p>
<p>Was lerne ich aus dieser Begegnung? Dass ich zuerst einmal zuhören und die Geschichte erfahren sollte, bevor ich gleich herummeckere und mir durch andere Meinungen ein eigenes Bild erstelle!</p>
<p>Karen braucht Zeit für sich, so laufen wir beide wieder allein. Der Weg ist schön, zwar ist die Ausschilderung noch immer mangelhaft, aber mit ein bisschen Konzentration und dem Blick in den Pilgerführer schafft man ihn auch ohne Verlaufen. Ich frage mich, was in meinem Kopf vorgegangen ist, dass ich 2007 links abgebogen statt geradeaus weitergegangen bin. Mittlerweile denke ich aber, dass das Finden des richtigen Weges vor allem auch von einem selbst abhängt. Wer geistig abwesend ist, den Weg frustbelastet läuft, der sieht gar nicht, wie schön die Natur um einen herum, wie schön das Pilgern ist und sieht so oft nicht, dass da eben an dem Baum eine Muschel war, deren Pfeil nach rechts zeigte.</p>
<p>In Kerpsleben, dem letzten Ort vor Erfurt, treffe ich Karen an der Kirche. Von Einwohnern, die selbst immer stärker mit dem Gedanken spielen, ebenfalls Pilger zu werden, ist sie zum reichhaltigen Mittagessen eingeladen worden. Sie leistet mir bei meiner Mittagspause Gesellschaft, anschließend legen wir uns gleich neben dem Firedhof zum Schlafen nieder. Was an uns vorrüberziehende Fußgänger als pietätlos beschimpfen, ist für uns Pilger mitlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Nirgendwo finden wir einen ruhigeren und friedlicheren Platz für eine pilgerliche Mittagsruhe. Einen Hof des Friedens.</p>
<p>Bis ins Zentrum von Erfurt zieht sich der Weg. Dafür wird es jedoch angenehm warm und wir freuen uns auf ein leckeres Eis. Ziel ist die Herberge im Augustinerkloster. Außerdem möchte ich kurz meine Pilgerfreunde Konrad und Monika besuchen.</p>
<p>Leider erreichen wir die Herberge zu spät. Es ist niemand da, der uns die Schlüssel geben kann, und dieses Mal sind wir auch selbst Schuld daran, weil wir nicht angerufen und uns angemeldet haben. Nun verstehe ich auch, weshalb mein Mitpilger Albert damals nicht mehr in die Herberge gekommen ist.</p>
<p>Was jetzt? In eine Jugendherberge wollen wir nicht und eine Bekannte von Karen, die in Erfurt wohnt, vergnügt sich gerade an der Ostsee. Unsere letzte Hoffnung bleiben nur noch: Konrad und Monika. Eine Telefonnummer habe ich nicht, also laufen wir auf gut Glück zu ihnen und- klingeln.</p>
<p>Und tatsächlich: Die beiden sind zu Hause! Die Überraschung ist groß, ebenso aber auch die Freude. Es wird begrüßt, gedrückt, gelacht, wie selbstverständlich ein Zimmer für uns eingerichtet, Gedeck für Kaffee und Kuchen zum Ostertisch hinzugefügt. Soooo schön, und beinahe unglaublich, wenn wir nicht Pilger wären.</p>
<p>Nach langen Gesprächen machen Konrad und Monika noch einen Spaziergang, Karen zieht sich zum Tagebuchschreiben und Flötespielen zurück und ich knöpfe mir den krönenenden Pilgerabschluss vor: den Jahrmarkt, der gerade auf dem Erfurter Domplatz stattfindet. Das konkrete Ziel für Anikas ultimativen Adrenalinkick: „Turbo Force!“</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0189.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-518" title="Das sechste Osterei: Jahrmarkt" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0189.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Das sechste Osterei: Jahrmarkt mit „Turbo Force“ ganz rechts</em></p>
<p>Ich werde vorwärts und rückwärts durch die Luft geschleudert, drehe mich zusätzlich in der Gondel, habe die beste Aussicht über Erfurt, die man sich nur vorstellen kann, sehe den Dom seitenverkehrt und schreie mir dabei die Stimmbänder aus dem Hals, 100 Dezibel Lautstärke, mindestens! Anschließend bin ich heiser, muss wohl oder übel zwei Kugeln Eis essen, um meinen Hals wieder zu beruhigen.</p>
<p>Kann es einen besseren Pilgerabschluss geben?</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0197.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-519" title="Das sechste Osterei: &quot;Turbo Force&quot;" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0197.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Das sechste Osterei: „Turbo Force“</em></p>
<p>*</p>
<p>Es kann, wenn ich an den noch folgenden Abend denke, an dem wir gemeinsam am Tisch sitzen, essen, uns unterhalten und das inzwischen traditionelle Pilgerspiel spielen, mit dem wir uns bereits im März vergnügt haben. Monika und Konrad sind einfach fantastische, liebe Gastgeber.</p>
<p>Da am Montag noch immer Ostern ist, bietet uns am nächsten Morgen auch der gedeckte Frühstückstisch einen Augenschmaus.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0210.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-520" title="Das siebte Osterei: Ein Osterei" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0210.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Das siebte Osterei: Ein Osterei</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Am Nachmittag geht es wieder nach Hause. Ich denke an vier wunderschöne Pilgertage zurück, aber dieses Mal bin ich nicht traurig. Denn in Leipzig wartet mein Freund Niklas auf mich und in einem Monat wird es schon wieder auf die Wanderreise gehen:</p>
<p>Zum Staffelpilgern „Europa Compostela 2010“!</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg01081.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-522" title="Pilgerosterhase Anika im Hasenbau(m)" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg01081.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Pilgerosterhase Anika im Hasenbau(m)</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/511/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=511&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0085.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Das erste Osterei: Weg durch den Frühling</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0098.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Das zweite Osterei: Anika im Pranger</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0102.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Das dritte Osterei: Sommerrodelbahn</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg0130.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Das vierte Osterei: Sonnenaufgang</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg01471.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Das fünfte Osterei: Schokolade</media:title>
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			<media:title type="html">Das sechste Osterei: Jahrmarkt</media:title>
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			<media:title type="html">Das sechste Osterei: &#34;Turbo Force&#34;</media:title>
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			<media:title type="html">Das siebte Osterei: Ein Osterei</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg01081.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Pilgerosterhase Anika im Hasenbau(m)</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Schneepilgerin und Friederchen Frost- Ich eröffne meine persönliche Pilgersaison 2010</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/24/schneepilgerin-und-friederchen-frost-ich-eroffne-meine-personliche-pilgersaison-2010/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 08:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Kehrt der März in das Land, so rechnet man damit, dass bald auch der Frühling kommt. Und so plane ich meine erste Pilgerreise des Jahres 2010 für die erste Märzwoche. Ich freue mich, nach dem Unistress und anderen Umbrüchen wieder zur Ruhe zu finden, Natur zu erleben, jeden Tag draußen und in Bewegung zu sein. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=499&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Kehrt der März in das Land, so rechnet man damit, dass bald auch der Frühling kommt. Und so plane ich meine erste Pilgerreise des Jahres 2010 für die erste Märzwoche. Ich freue mich, nach dem Unistress und anderen Umbrüchen wieder zur Ruhe zu finden, Natur zu erleben, jeden Tag draußen und in Bewegung zu sein. Was ich noch nicht weiß: Die Tage werden so eisig kalt, dass sogar das Wasser in meiner Flasche gefriert.</p>
<p><span id="more-499"></span></p>
<p>Der Weg soll mich innerhalb von fünf Tagen von Erfurt nach Vacha führen. Am Dienstag fahre ich nach Erfurt und hole eine ausgiebige Stadtbesichtigung nach, die mir 2007 auf meiner Reise verwehrt blieb. Damals hatte ich mich Kilometer verlaufen und war bei meiner Ankunft so erschöpft, dass ich es nur noch bis ins Bett der Herberge geschafft habe. Heute jedoch erblicke ich die ersten Schneeglöckchen, staune über das architektonische Wunder der Krämerbrücke, besuche Bernd das Brot und genieße von einem Turm die Aussicht über Erfurt.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9822.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-500" title="Tag 1: Erfurt" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9822.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Tag 1: Erfurt</em></p>
<p>*</p>
<p>Herberge finde ich bei bekannten Pilgerfreunden, nämlich bei Konrad und Monika, die ich auf meiner Pilgerreise im September kennengelernt habe. Ich werde von beiden so lieb begrüßt und aufgenommen, dass ich mich sofort zu Hause fühle. Wir unterhalten uns, schauen Konrads und Monikas Bilder ihrer Pilgerwoche an, essen und machen ein Gesellschaftsspiel.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Nach einem reichlichen Frühstück breche ich auf. Der Morgen ist frisch, aber durchaus nicht unangenehm. Besonders genieße ich die vielen Pilgerdetails am Wegrand, handgeschnitzte Wegweiser, die den Jakobsweg ausschildern, erste Frühblüher und die Ruhe der Felder. Sogar einen Hasen sehe ich über den Acker hoppeln. Ob er der nachfolgenden Generation des Hasen entstammt, denn ich an gleicher Stelle 2007 gesehen hatte?</p>
<p>Schön ist das Laufen, doch matschig der Weg. Von der Schneeschmelze zurückgebliebener Schlamm setzt sich so dick an meine Wanderschuhe fest, dass es richtig schwer wird, die Beine zu heben.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9870.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-501" title="Tag 2: Matschwege" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9870.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Tag 2: Matschwege</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>In einem Dorf vor Gotha, dem Ziel meiner ersten Etappe, halte ich zur Rast. Wenn es windstill ist und auch keine Wolken die Sonne verdecken, wird es in ihrem Licht richtig warm. So warm, dass ich mich sogar für eine halbe Stunde im Schlafsack auf meiner Isomatte zur Mittagsruhe ausbreiten kann.</p>
<p>Sehr herzlich werde ich bei Familie von Rohden in Gotha aufgenommen. Ich nehme Teil an einem sehr harmonischen Familienleben, fühle mich jedoch ziemlich müde und erschöpft. Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Während des Studiums habe ich mich wieder einmal selbst vernachlässigt, zu wenig bewegt und kaum Sport gemacht. Auch fühle ich mich einsam, so ganz allein in dieser Herberge, ohne meine Freunde.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Am nächsten Tag pilgere ich von Gotha bis nach Neufrankenroda. Es ist deutlich kälter geworden, kaum kann ich länger als 15 Minuten im Freien sitzen, um eine Pause zu machen. Sofort kühlt der Körper aus. Das Wandern in der Natur gibt mir Halt, lässt mich zur Ruhe kommen und macht mich glücklich, allerdings jedoch immer nur kurzweilig, wenn es einmal nicht so kalt ist, weil der Wind nachlässt und die Sonne hinter dicken Wolken hervorlugt.</p>
<p>Der Erlebnisbauernhof hält, was er im Pilgerführer verspricht. Zwar hat die Feriensaison noch lange nicht begonnen, aber überall ist zu erkennen, wie viel Liebe und Detail in dem Gelände steckt und dass es hier im Sommer wirklich sehr schön sein muss. Den Abend lasse ich bei einem langen Spaziergang und Schattenspielen ausklingen.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9882.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-502" title="Tag 3: Schattenspiele" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9882.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p><em>Tag 3: Schattenspiele</em></p>
<p>*</p>
<p>*</p>
<p>Am nächsten Morgen trifft das ein, was ich befürchtet hatte: Über Nacht hat es geschneit. Ein dünner weißer Teppich liegt auf den Wiesen. Der Anblick der aufgehenden Sonne über dem glitzernden Schnee ist traumhaft, doch nicht der Gedanke, bei diesen Temperaturen zu pilgern.</p>
<p>*</p>
<p>*</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9885.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-503" title="Tag 4: Leise rieselt(e) der Schnee" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9885.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>Tag 4: Leise rieselt(e) der Schnee&#8230;</em></p>
<p>Der Weg Richtung Eisenach führt über weite Felder. An diesem Tag ist der Gegenwind so eisig, dass er sich richtig in meinen Körper frisst und es schmerzt. Das Wasser in meiner Flasche gefriert. Ich kann kaum Pausen einlegen, habe demzufolge bald wieder Schmerzen in den Füßen und der Tunnelblick durch Mütze und zwei Kapuzen gegen den frostigen Wind macht mich unglücklich. Alles, was ich sehe und erlebe, ist das Unmittelbare vor mir, ein Daneben, Dahinter, Rundherum gibt es nicht.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9888.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-504" title="Im Reich von Schneepilgerin und Friederchen Frost" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9888.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Tag 4: Im Reich von Schneepilgerin und Friederchen Frost</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Erst nach dem Aufstieg der Hörselberge finde ich Entspannung. Der Wind wird von den Bäumen abgeschirmt und der Blick ins Tal nach einem harten und anstrengenden Aufstieg ist so faszinierend, dass ich laut schreien muss, um mein Erfolgsgefühl ausdrücken zu können. Ich fühle mich großartig.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9893.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-505" title="Tag 5: Großer Frieder-Hörselberg" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9893.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:left;"><em>Tag 4: Großer Frieder-Hörsleberg</em></p>
<p>*</p>
<p>Unterkunft finde ich im Diakonissenmutterhaus in Eisenach. Durch Bauarbeiten werden zur Zeit eigentlich gerade keine Unterkünfte für Pilger zur Verfügunng gestellt (klar, wer ist so verrückt, dass er schon jetzt bei diesen Temperaturen pilgern geht?!), doch die Schwestern bemühen sich, irgendwie noch ein Obdach für mich aufzutreiben. Ein sehr schönes sogar, mit eigenem Zimmer, Dusche und sogar einer Küche, in deren Ofen ich mir zum Abendbrot eine Pizza backe.</p>
<p>Am Abend kommen mir, allerdings nicht zum ersten Mal Zweifel, ob ich meine Pilgerreise vielleicht abbrechen und zurück nach Leipzig fahren soll. Das Ankommen in warmen beheizten Räumen ist schön, ebenso die Natur, die Wege und das Wandern. Aber wegen der Kälte kann ich kaum Pausen machen, sie macht das Laufen unangenehm, lässt nur auf das Ziel hinsteuern und nicht auf den Moment an sich. Auch fühle ich mich etwas krank, einsam und habe Heimweh. Gleichzeitig nagen der Stolz und der Ehrgeiz an mir, wegen so kleinen Witterungskatastrophen nicht aufgeben zu wollen.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Was ich letztendlich tun soll, entscheidet sich am darauffolgenden Tag sehr schnell und einfach mit dem Blick aus dem Fenster. In der Nacht ist der Winter zurückgekommen. Eine nicht dünne weiße Schneedecke liegt bereits und noch immer fällt bei starkem Wind heftiger Niederschlag. So beschließe ich, heute nur noch die Wartburg zu besichtigen und am Nachmittag zurück nach Leipzig zu fahren. Es ist sehr schade, aber mir eine Lungenentzündung will ich mir auch nicht holen.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9912.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-506" title="Tag 5: Verschneite Wartburg" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg9912.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Tag 5: Verschneite Wartburg</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>So endet meine sehr kurze erste Pilgerwoche des Jahres. Winterlich, kalt, einsam. Und trotzdem schön, wenn ich an die doch dagewesenen kleinen Momente denke, die sich wie Frühling angefühlt haben, die warmen Duschen nach einer kühlen Wanderung, das Erklimmen des großen Hörselberges, die Bewunderung der Einwohner, schon jetzt wieder den Pilgerschuh zu schnüren.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/499/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/499/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=499&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">Tag 1: Erfurt</media:title>
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			<media:title type="html">Tag 2: Matschwege</media:title>
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			<media:title type="html">Tag 3: Schattenspiele</media:title>
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			<media:title type="html">Tag 5: Verschneite Wartburg</media:title>
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		<title>September 2009: Appell auf dem Weg nach Riesa</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/11/september-2009-appell-auf-dem-weg-nach-riesa/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 09:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wir frühstücken zu dritt und fotografieren um die Wette. Ich verfasse einen metaphorischen Gästebucheintrag und verabschiede mich von der wohl letzten Pilgerherberge in diesem Jahr. Bald geht mein Studium weiter und so langsam muss ich mich darauf einstellen, den Pilgergeist in die Winterpause zu schicken. Auf welchem Weg ich wohl nächstes Jahr landen werde? Wieder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=491&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Wir frühstücken zu dritt und fotografieren um die Wette. Ich verfasse einen metaphorischen Gästebucheintrag und verabschiede mich von der wohl letzten Pilgerherberge in diesem Jahr. Bald geht mein Studium weiter und so langsam muss ich mich darauf einstellen, den Pilgergeist in die Winterpause zu schicken. Auf welchem Weg ich wohl nächstes Jahr landen werde? Wieder in Frankreich? Oder gar in Spanien?</p>
<p style="text-align:right;"><span id="more-491"></span></p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8934.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-492" title="Die letzte Pilgerherberge 2009" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8934.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Die letzte Pilgerherberge 2009</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Ich bin glücklich und traurig zugleich. Glücklich, weil der Weg auch heute so schön ist wie an den Tagen zuvor. Keine einzige Stunde hatte ich Regen, überall blühen noch Blumen, leuchten rot die Äpfel, gelb die Birnen und blau die Pflaumen. Ich fotografiere, träume, lausche dem Gesang der Vögel, singe selbst und sauge alle Bilder in mich auf.</p>
<p>Das alles aber nur noch wenige Stunden genießen zu dürfen, macht mich traurig. Einen tagelangen Trauerschub wie in Frankreich wird es wohl nicht geben, aber zum Trost werde ich in Riesa schon einen Latte macchiato trinken und ein Eis schlecken müssen.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8953.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-493" title="Ankunft am Elbufer" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8953.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Ankunft an der Elbe</em></p>
<p>*</p>
<p>Auf dem Weg am Elbufer werde ich unruhig. Ich laufe schneller, lege dabei immer weniger Pausen ein und wundere mich, warum ich plötzlich so müde werde und meine Beine schmerzen. Die Eile kommt daher, weil ich mir als Abschluss noch das Nudelmuseum in Riesa anschauen will (zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass dieses noch einmal fünf Kilometer außerhalb der Stadt liegt) und den Weg nicht kenne. Ich weiß nicht, wie lange ich bis zum Ziel noch unterwegs sein werde und der Gegenwind stimmt mich nicht gerade optimistisch, es überhaupt noch zu schaffen.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Quizfrage: Welche Reaktion auf diese Situation ist die beste?</p>
<p>a) Eile, um sich total kaputt ein Museum anzuschauen, das man auch ein andermal besichtigen kann und dabei die letzten kostbaren Momente einer Pilgerreise zu verschwenden,</p>
<p><em>oder</em></p>
<p>b) Anhalten, hinlegen und Pause machen, aber sofort!!!</p>
<p>Richtige Antwort: b)</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Eingekuschelt in meinem Schlafsack verfalle ich am Fluss in einen herrlichen Schlummer, der mich wieder meine Ruhe finden lässt. Zwei Stunden bin ich außer Gefecht gesetzt und es ist herrlich, denn im Anschluss fühle ich mich nahezu wie frisch geboren. Ein Hoch auf die Ruhe, das Wesen des Pilgerns. Sie soll mir für das kommende Semester an der Universität eine Lehre sein!</p>
<p>Am späten Nachmittag erreiche ich die <em>Sport</em>stadt Riesa. Wenn das kein Symbol für meine Wanderung ist. Bevor ich meinen persönlichen Abschluss finde, erkundige ich mich nach den Abfahrtzeiten des Zuges nach Leipzig. Danach führen mich die letzten Meter in das Zentrum der Elbstadt, wo ich meine Zielkirche leider nur von außen betrachten kann, da sie geschlossen und der zuständige Pfarrer auch nicht mehr zugänglich ist.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8965.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-494" title="Die Kathedrale von Riesa de Compostela" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8965.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Die Kathedrale von Riesa de Compostela</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>So endet, wie bereits zuvor angedacht meine Pilgerreise ähnlich, wie sie begonnen hat: In einem Café mit Latte macchiato und einem Eis auf dem Weg zum Bahnhof.</p>
<p style="text-align:center;">*</p>
<p>Auf Wiedersehen, Pilgerweg! Ich verspreche dir, schon nächstes Jahr wiederzukommen, sobald Ferien und Wetter es erlauben. Bis dahin alles Gute für dich und deine Pilger!</p>
<p>Ultreya,</p>
<p>Anika und Frieder, der lustige Rucksack</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8667.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-495" title="Pilgerdreamteam" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8667.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a><em>Pilgerdreamteam</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/491/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/491/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=491&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8934.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Die letzte Pilgerherberge 2009</media:title>
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			<media:title type="html">Ankunft am Elbufer</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8965.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Die Kathedrale von Riesa de Compostela</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8667.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Pilgerdreamteam</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>September 2009: Eine Schildkröte auf dem Weg nach Großenhain</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/10/september-2009-eine-schildkrote-auf-dem-weg-nach-grosenhain/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 14:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Auch am Morgen erhalte ich Besuch von Werner. Er bringt mir Frühstück und nennt mir bei der Verabschiedung die Antwort auf die Frage des gestrigen Abends. (Die ich natürlich für alle noch folgenden Pilger nicht verrate.) Noch immer zählt das Wegstück hinter Königsbrück als „Perle des Gesamtverlaufs“. In einer Schutzhütte am Waldrand liegen Hefte aus, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=485&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Auch am Morgen erhalte ich Besuch von Werner. Er bringt mir Frühstück und nennt mir bei der Verabschiedung die Antwort auf die Frage des gestrigen Abends. (Die ich natürlich für alle noch folgenden Pilger <em>nicht</em> verrate.)</p>
<p><span id="more-485"></span></p>
<p>Noch immer zählt das Wegstück hinter Königsbrück als „Perle des Gesamtverlaufs“. In einer Schutzhütte am Waldrand liegen Hefte aus, in denen sich Pilger wie in einem Gästebuch verewigt haben. Ich freue mich, von zwei mir bekannten unter ihnen lesen zu können: Pilgerin Susanne, die ich bei Waltraud traf und R. K. aus Schmiedeberg.</p>
<p>Leider ist die Heidelbeersaison für dieses Jahr vorbei, dass ich nicht wie 2007 eine halbe Ewigkeit mit Naschen verbringen kann. Dafür kreuzt jedoch ein Wildschwein den Weg, und das ist auch ein schönes Erlebnis.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8906.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-486" title="Schönfeld" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8906.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Schönfeld</em></p>
<p>*</p>
<p>Im Innenhof des Schönfelder Schlosses halte ich zur Rast. Kaum habe ich die Stadt hinter mir gelassen, setzte ich mich allerdings schon wieder. Den Eisstand, den ich beim Pilgern vor zwei Jahren aufgrund der morgenlichen Uhrzeit leider Gottes nicht nutzen konnte, gibt es nämlich noch immer. So wie es aussieht, werde ich Großenhain wohl wie Königsbrück erst abends erreichen. Aber ich habe ja Zeit, Eile ist beim Pilgern ein Fremdwort.</p>
<p>Obwohl ich gut gelaunt bin, lassen meine Kräfte langsam nach. Dabei habe ich noch ein langes und anstrengendes Stück vor mir: einen stur geradeaus führenden Feldweg nach Folbern, an dem ich 2007 fast gescheitert wäre, und der lange geteerte parallel zur Bundesstraße verlaufende Weg nach Großenhain.</p>
<p>Doch der Engel des Pilgerweges lässt mich nicht im Stich. Er schenkt mir eine Schildkröte, die im Garten eines Hauses spaziert. Sie ist sogar älter als die Rentnerin, die sich um sie kümmert. Fasziniert streichle ich dem Tier über die graue faltige Haut. Langsam, aber beständig, so bewegt sich die Schildkröte, und kommt somit auch vorwärts. Langsam, aber beständig, so werde auch ich mich bewegen und somit Großenhain erreichen.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8909.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-487" title="Schenkt Kraft zum Weiterlaufen- Schildi" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8909.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Schenkt Kraft zum Weiterlaufen-</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Schildi<br />
</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Bis nach Santiago de Compostela sind es noch immer „<em>nur</em> noch 2980 Kilometer“. Um mir die letzte anstrengende Stunde bis ins Zentrum von Großenhain zu erleichtern, beginne ich mit lautem Gesang. Was ich an Liedern in Frankreich auswendig gelernt habe, ist im Kopf fest verankert. Als ich nach „Über den Wolken“ mit „In einen Harung“ beginne, ist es jedoch vorbei mit mir. Ich bringe die letzten Worte so durcheinander, dass der gesamte Inhalt des Liedes auf den Kopf gestellt wird. Aber es hat einen entscheidenden Vorteil: Durch den folgenden Lachanfall fällt das Laufen einfach tausendmal leichter. Zwei Straßenschilder weißen nach links zum Krankenhaus und Pflegeheim ab. Dort wäre ich jetzt wohl am besten aufgehoben, denke ich mir, bleibe dann aber doch geradeaus auf dem Pilgerweg und erreiche schließlich endlich die Herberge von Großenhain.</p>
<p>Liebevoll und fürsorglich empfängt mich die Herbergsmutter Frau Zenker. Ich bin überglücklich, als sie mir sagt, dass ich mich von dem Birnenbaum im Hof bedienen kann. Denn das war einer meiner Träume auf dieser Pilgerreise: Birnen pflücken und Kompott aus ihnen kochen. Als „Vorspeise“ dazu gönne ich mir einen Teller Spagetti mit Tomatensoße und begrüße nicht zuletzt die Fahrradpilgerinnen vom Vortag.</p>
<p>So schöne Tage, so schöne Natur, Begegnungen, Gedanken und Überraschungen! Schade, dass ich morgen schon wieder nach Hause muss.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8917.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-488" title="LECKER!!!" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8917.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>LECKER!!!</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/485/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=485&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">Schönfeld</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8909.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Schenkt Kraft zum Weiterlaufen- Schildi</media:title>
		</media:content>

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			<media:title type="html">LECKER!!!</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>September 2009: Kastanien auf dem Weg nach Königsbrück</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/07/september-2009-kastanien-auf-dem-weg-nach-konigsbruck/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 08:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ich erwache aus einem so erholsamen Schlaf, wie ich ihn schon lange nicht mehr hatte. Annähernd zwölf Stunden dauert meine Nacht, die zudem völlig mückenfrei ist. Das Frühstück im Innenhof wird durch die Theatervorstellung eines Igels, welcher der Hauskatze das Essen wegschlürft, versüßt. Dass der Hund in der Hütte wie verrückt bellt, bringt den kleinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=479&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Ich erwache aus einem so erholsamen Schlaf, wie ich ihn schon lange nicht mehr hatte. Annähernd zwölf Stunden dauert meine Nacht, die zudem völlig mückenfrei ist. Das Frühstück im Innenhof wird durch die Theatervorstellung eines Igels, welcher der Hauskatze das Essen wegschlürft, versüßt.</p>
<p><span id="more-479"></span></p>
<p>Dass der Hund in der Hütte wie verrückt bellt, bringt den kleinen Stacheligen keineswegs aus der Ruhe. Erst, als ihm die Katze auf die Schliche kommt, versteckt sich der Igel unter dem Kaninchenstall.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8785.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-480" title="Naschigel" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8785.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Naschigel</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Gegen Mittag erreiche ich Kamenz, erklimme den Hutberg und mache oben angelangt Bekanntschaft mit zwei Radpilgerinnen, die mich nach dem Weg fragen und später auf Richtung Schwosdorf überholen. Ob wir uns in Königsbrück wiedersehen werden? Ich würde mich freuen, aber es wäre auch nicht schlimm, wenn ich allein im Armenhaus übernachten würde. Ich fühle mich gut mit mir, von Einsamkeit keine Spur.</p>
<p>Traumhafte Wege durch den Wald folgen. Am Ende des Forstes hinter Schwosdorf steht ein einzelner, großer Kastanienbaum. Der Weg ist voll von glänzenden rotbraunen Kastanien. Ich möchte weitergehen, habe schließlich noch ein ganzes Stück Weg vor mir und bin relativ spät aufgebrochen. Doch kann ich die Kastanien einfach so traurig auf dem Weg liegen lassen? Schon setze ich Frieder am Wegrand ab, lese alle Früchte des Baumes zusammen und werde kreativ. Eine Stunde auf dem Pilgerweg, eine Stunde Leben.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8830.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-481" title="Kastanienzauber" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8830.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>Kastanienzauber</em></p>
<p>Jedem, der den ökumenischen Pilgerweg geht, empfehle ich das Armenhaus Stenz als Herberge. Es ist nicht nur das Haus, das meinen Abend so besonders macht, sondern vor allem der Herbergsvater Werner, der mich am Abend in der Küche besucht. Bei Kerzenlicht unterhalten wir uns, erzählt Werner aus der Geschichte des Hauses, in dem ich heute übernachte, und aus seinem Leben, stellt er mir Fragen, über die ich später noch im Strohbett nachdenke.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8856.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-482" title="Armenhaus Stenz" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8856.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Armenhaus Stenz</em></p>
<p>*</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/479/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=479&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">Naschigel</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8830.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Kastanienzauber</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8856.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Armenhaus Stenz</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>September 2009: Magie auf dem Weg nach Dürrwicknitz</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/06/september-2009-magie-auf-dem-weg-nach-durrwicknitz/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 12:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ich fühle mich großartig, wieder auf dem Weg zu sein. Es ist ein herrlicher Morgen, und schon bald warten die ersten Pflaumen darauf, meinen Magen von innen zu sehen. Freundlich, wie ich von Natur aus bin, gewähre ich ihnen diesen Wunsch selbstverständlich auf der Stelle. Richtung Milleniumsdenkmal piepst mein Handy. Eine riesige und freudige Überraschung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=472&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Ich fühle mich großartig, wieder auf dem Weg zu sein. Es ist ein herrlicher Morgen, und schon bald warten die ersten Pflaumen darauf, meinen Magen von innen zu sehen. Freundlich, wie ich von Natur aus bin, gewähre ich ihnen diesen Wunsch selbstverständlich auf der Stelle.</p>
<p><span id="more-472"></span></p>
<p>Richtung Milleniumsdenkmal piepst mein Handy. Eine riesige und freudige Überraschung erreicht mich.</p>
<p>„Hallo Anika“, lese ich in der SMS. „Was sehe ich gerade? Du warst am 17. hier in Arnsdorf!!!“ Christian, mein Pilgerfreund aus Berlin, hat sich entschlossen, über seinen Geburtstag pilgern zu gehen. Nur wenige Tage liegen zwischen uns. Das ist kein Zufall, das ist die Magie des Pilgerns!</p>
<p>Geburtstagsgrüße schicke ich an diesem Tag auch meiner Stepptanzlehrerin und Freundin in die Slowakei. „Alles Gute“, rufe ich mit aller Kraft zwischen Kyrill und Method in den Osten. Eine bessere Symbolik kann es nicht geben. Denn der Tag, an dem die Brüder im 9. Jahrhundert in das slawische Reich kamen und später die Bibel ins Kirchenslawisch übersetzten, gilt in der Slowakei als Feiertag und fällt auf keinen anderen Tag als MEINEN Geburtstag.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8744.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-473" title="Kyrill und Anikathod" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8744.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Kyrill und Anikathod</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>In der Kirche von Storcha lasse ich meine Erinnerungen an Frankreich wieder aufleben. Durch Karen habe ich erfahren, wie schön das Gefühl ist, vor dem Altar laut zu singen. Ich gebe mich ganz der Musik hin und als ich verstumme, läuten die Glocken zur Mittagsstunde. GLAUBST DU AN MAGIE?</p>
<p>*</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8748.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-474" title="Storcha" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8748.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p><em>Storcha</em></p>
<p>*</p>
<p>Besonders schön verläuft der Weg nach Sankt Marienstern. Vor zwei Jahren war das Kloster meine Herberge, heute dient es mir nur als Raststätte. Es ist schön, beim zweiten Gehen eines Pilgerweges alte Traditionen und Erinnerungen aufleben zu lassen. Aber ich möchte auch Neues sehen und so laufe ich noch drei Kilometer weiter bis nach Dürrwicknitz, ein von mir persönlich deklariertes Herz der Sorben und damit der Slawen, zu denen ich eine immer tiefere Bindung aufbaue, seit ich slowakisch lerne.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8768.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-475" title="Feierabend!" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8768.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Feierabend!</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Die Sagengestalt Krabat hat hier seine Spuren besonders tief hinterlassen. Nicht nur ein Krabat-Radwanderweg ist in der Gegend ausgeschildert, sondern auch im Innenhof der „Alten Herberge von W<span style="font-family:Times New Roman,serif;">ě</span>te<span style="font-family:Times New Roman,serif;">ń</span>ca“ sitzen die Raben der Schwarzen Mühle.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8774.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-476" title="Rabenfreunde" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8774.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Rabenfreunde</em></p>
<p>*</p>
<p>Passend lerne ich nach dem Abendessen Vokabeln und verwöhne dabei die Katze des Hauses mit Streicheleinheiten. Oder ist es sie, die mich durch ihre Anschmiegsamkeit und ihr weiches Fell verwöhnt?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/472/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/472/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=472&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">Kyrill und Anikathod</media:title>
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			<media:title type="html">Storcha</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8768.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Feierabend!</media:title>
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		<media:content url="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8774.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">Rabenfreunde</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>September 2009: Freundschaft in Bautzen</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/04/september-2009-freundschaft-in-bautzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Als pilgerliche Frühaufsteherin übernehme ich die Rolle der Brötchenholerin. Ich erweitere diese Aufgabe mit einem kleinen Spaziergang durch die Gegend und nehme mir beim Anblick von Sportlern im Park fest vor, in Leipzig ebenfalls wieder joggen zu gehen. Nach dem Frühstück drehen wir eine Runde durch die Stadt. Es gibt Versöhnungsbedarf, da ich mich 2007 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=465&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Als pilgerliche Frühaufsteherin übernehme ich die Rolle der Brötchenholerin. Ich erweitere diese Aufgabe mit einem kleinen Spaziergang durch die Gegend und nehme mir beim Anblick von Sportlern im Park fest vor, in Leipzig ebenfalls wieder joggen zu gehen.</p>
<p><span id="more-465"></span></p>
<p>Nach dem Frühstück drehen wir eine Runde durch die Stadt. Es gibt Versöhnungsbedarf, da ich mich 2007 auf der Suche nach einer Post ja so schrecklich verlaufen hatte. Nun besichtigen wir Dom und Kirchen, besteigen Aussichtstürme, spazieren an der Spree, genießen die Sonne, und quatschen, wie es sich für Mädels gehört. Seit meinem Geburtstag im Juli haben wir uns nicht mehr gesehen. Ich genieße das Vertrauen und die Nähe meiner Freundin Hanka. Auch sie hat mich sehr zur Pilgerin geprägt. Oft waren wir gemeinsam mit ihrer Familie in der Sächsischen Schweiz unterwegs, was meine Wanderlust eigentlich erst wieder richtig geweckt hat. Hanka war es, die mir das Reisetagebuch für meine erste Pilgerreise bastelte. Gemeinsam mit ihr im wunderschönen Altstadtpanorama Bautzens erreiche ich mein zweites Therapieziel und versöhne mich mit der Stadt.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8704.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-466" title="&quot;Spaß muss sein!&quot;" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8704.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>*</p>
<p><em>&#8222;Spaß muss sein!&#8220;</em></p>
<p>*</p>
<p>*</p>
<p>Als ich mich mit neben einem steinernen Teufel auf dem Fensterbrett einer Gaststätte fotografieren lasse, tritt eine alte Frau zu uns. Sie erzählt, dass dieser Teufel schon einmal gestohlen wurde und ganz Bautzen nach ihm suchte. Schließlich fand man ihn im Innenhof eines Bautzners. „Damit er nicht wieder gemopst wird, hat man ihn jetzt angeschraubt“, schließt die Rentnerin ihre Anekdote. „Nor, Spaß muss sein!“</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8708.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-467" title="Bautzen" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8708.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Bautzen</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Am Abend feiert Hanka ihren Einzug. Sie ist glücklich unter ihren Kumpels und Freunden. Ich hingegen fühle mich unwohl. So sehr habe ich mich schon wieder an das tägliche Wandern gewöhnt, das Ultreya, die Stille der Natur und tiefgründigen Gespräche. Nun erlebe ich mit der Studentenparty einen regelrechten Kulturschock. Nachdem ich mich tapfer bis elf gehalten habe, kann ich im Zimmer der Mitbewohnerin übernachten. Weg von Alkohol, Chips, Shisha und lauter Musik- hinein in die unendlichen Freiheitsträume einer Pilgerin&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8724.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-468" title="Sehnsucht Pilgern" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8724.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a><em>Sehnsucht Pilgern</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/465/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/465/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=465&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">&#34;Spaß muss sein!&#34;</media:title>
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			<media:title type="html">Bautzen</media:title>
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			<media:title type="html">Sehnsucht Pilgern</media:title>
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	</item>
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		<title>September 2009: Sommer auf dem Weg nach Bautzen</title>
		<link>http://ultreyaanika.wordpress.com/2010/05/03/september-2009-sommer-auf-dem-weg-nach-bautzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Susanne, meine Mitpilgerin, wird vor mir wach und verlässt das Zimmer, um zu frühstücken. Ich hingegen lasse mich zuerst von der Sonne begrüßen, die langsam und feuerrot über den Feldern aufgeht. Sie strahlt. Sie weiß etwas, das ich noch nicht weiß, aber schon nach dem Frühstück erfahren werde, sobald ich meinen Weg fortsetze. * Waltraud [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=457&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Susanne, meine Mitpilgerin, wird vor mir wach und verlässt das Zimmer, um zu frühstücken. Ich hingegen lasse mich zuerst von der Sonne begrüßen, die langsam und feuerrot über den Feldern aufgeht. Sie strahlt. Sie weiß etwas, das ich noch nicht weiß, aber schon nach dem Frühstück erfahren werde, sobald ich meinen Weg fortsetze.</p>
<p><span id="more-457"></span></p>
<p style="text-align:right;">* <a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8622.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-458" title="Waltraud" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8622.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p style="text-align:right;"><em>Waltraud</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>*</em></p>
<p>Ich habe unheimliches Glück, nicht einen Tag später aufgebrochen zu sein. Waltraud fährt heute für einige Tage weg, die nachfolgenden Pilger werden sie leider nicht erleben dürfen. Bevor ich aufbreche, versorgt Waltraud mich mit reichlichem Frühstück, Obst zur Wegzehrung und einem Reisesegen.</p>
<p>Obwohl ich keine Christin bin, ist es genau dieser Reisesegen, der mir mein Selbstbewusstsein wieder zurück gibt, meinen Kummer nimmt und durch Mut und Entschlossenheit ersetzt. Denn durch diesen Reisesegen und die vorangegangenen Gespräche mit Waltraud erkenne ich das eigentliche Problem, dass ich die ganze Zeit hatte.</p>
<p>Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Schwierigkeiten im Leben umzugehen. Entweder man scheitert an ihnen oder man versucht, sich ihnen zu stellen. Man kann die hilflose Opferrolle einnehmen oder aber selbst zum Täter werden.</p>
<p>Ich bin das Opfer gewesen. Ab heute jedoch will ich der Täter sein. Ich werde nicht darauf warten, bis durch ein Gebet irgendwann vielleicht ein Wunder geschieht. Ich muss selbst aktiv werden und ich will es. Ich will mein Leben selbst in die Hand nehmen, es steuern, Hürden nicht als Mauern betrachten und an ihnen scheitern, sondern sie als gegeben annehmen und mich ihnen stellen.</p>
<p>Ich glaube nicht an ein Wesen, das mir aus reiner Bosheit oder aus Strafe für eine „Sünde“ Steine in den Weg legt, damit ich darüber stolpere und mich verletze. Ich glaube an ein Wesen, das mir die Steine als Herausforderungen legt, damit ich an ihnen wachsen kann. Wenn es mir gelingt, den Satz „Warum passiert so etwas ausgerechnet mir?“ umzuformulieren in ein „Mir passiert das, damit ich dadurch stärker werde!“, dann kann ich mich Problemen stellen und sie bewältigen. An diesem Tag ist es mir gelungen.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8624.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-459" title="Gruß aus Nüssen" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8624.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Gruß aus Nüssen</em></p>
<p>*</p>
<p>Schon bald wird es richtig sommerlich warm. Ich halte meine erste Rast an einem Walnussbaum, sammle Nüsse und hinterlasse einen Gruß für Konrad und Monika. Der sich anschließende Weg über Felder ist traumhaft! Habe ich jemals gesagt, dass ich Feldwege nicht mag? Ich <em>liebe</em> sie!</p>
<p>Überall liegen Äpfel und Birnen. Sie sind überreif, matschig, faulen bereits, doch für Wespen und vor allem Schmetterlinge sind sie wohl das Paradies auf Erden. So viele farbenprächtige Falter lassen sich auf den Früchten nieder, breiten ihre Flügel aus um sie an der Sonne zu wärmen. Ich übertreibe ganz und gar nicht, wenn ich von hundert Schmetterlingen spreche, die ich heute sehen und erleben darf, ein wildes Flattern, wenn ich an ihnen vorüberziehe, manchmal streifen sie mich sogar ganz sacht an den Armen.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8628.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-460" title="Buntes Flattern" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8628.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><em>Bunte Falter</em></p>
<p>Das Grün der Natur ist wundervoll, ich will es nicht nur durchwandern, ich will es festhalten und lasse mich zu einer weiteren Pause auf einer Wiese am Rand des Pilgerweges nieder. Ich esse, lerne slowakische Vokabeln, beschreibe den anwesenden Ameisen und Heuschrecken in der slawischen Sprache meine Familie und lege mich schließlich nieder, um die Augen zu schließen und ein Nickerchen zu halten.</p>
<p><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8649.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-461" title="Herbst? Sommer!" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8649.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>*</p>
<p><em>Herbst? Sommer!</em></p>
<p>*</p>
<p>In der Zwischenzeit überholen mich Konrad und Monika. Ich erkenne ihre Spur an einer Nachricht, die sie mir mit Steinen beschwert auf den Weg gelegt haben. Da ich in Bautzen einen Tag bleiben werde, sehen wir uns wohl erst wieder, wenn ich das nächste Mal in Erfurt bin.</p>
<p>Nach einem (wieder einmal) Fotoshooting mit Frieder setze ich meinen Weg in zunehmender Hitze fort. Gänse, die mich vor zwei Jahren in einem Dorf vor Bautzen noch neugierig betrachtet haben, geben nun mittlerweile ein aggressives Schimpfkonzert. Was ich ihnen auch sage, ihr Schnattern übertönt jedes meiner Worte. Wenige Minuten später erhalte ich einen Anruf von Karen. Es ist schön, sie zu hören und sich später an unsere gemeinsame Pilgerreise durch Frankreich zu erinnern.</p>
<p style="text-align:right;"><a href="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8673.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-462" title="Die dicksten Pilgerfreunde: Anika und Frieder" src="http://ultreyaanika.files.wordpress.com/2010/05/cimg8673.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>*</p>
<p style="text-align:right;"><em>Die dicksten Pilgerfreunde:</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>Anika und Frieder</em></p>
<p style="text-align:right;">*</p>
<p>Langsam nähere ich mich Bautzen. Hanka, meine Freundin aus der Schulzeit, nimmt mich in ihrer Privatherberge auf. Bevor sie von der Arbeit zurückkehrt, nutze ich die Zeit in der Innenstadt, wo ich mich mit einem köstlichen Eis und im Springbrunnen gekühlten Füßen verwöhne. Manchmal ist es so einfach, glücklich zu sein!</p>
<p>Bei einer leckeren Lasagne und langen Gesprächen lassen wir den Freitagabend ausklingen und freuen uns auf den Samstag, den ich in der Stadt pausieren werde.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ultreyaanika.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ultreyaanika.wordpress.com/457/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ultreyaanika.wordpress.com&amp;blog=6222208&amp;post=457&amp;subd=ultreyaanika&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anika</media:title>
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			<media:title type="html">Waltraud</media:title>
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			<media:title type="html">Gruß aus Nüssen</media:title>
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			<media:title type="html">Buntes Flattern</media:title>
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			<media:title type="html">Herbst? Sommer!</media:title>
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			<media:title type="html">Die dicksten Pilgerfreunde: Anika und Frieder</media:title>
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